Konzert zum Gedenken an den Widerstandskämpfer Egbert Hayessen

Herzliche Einladung zum Konzert zum Gedenken an den Tod des Widerstandskämpfers Egbert Hayessen vor 75 Jahren.

Am 14. Dezember 2019 (17:30 Uhr) erwartet uns in Etzdorf ein herausragendes Konzert mit Ulrich von Wrochem, ehemaliger Solo Bratscher der Mailänder Scala und der Berliner Oper.

Herr Dr. Dieter Vaupel, Autor des Buches Egbert Hayessen. Ein fast vergessener Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 und seine Familie, wird uns Einblicke in Egbert Hayessens Kindheit und Jugend geben und über seine Rolle bei der "Operation Walküre" und über die Verhandlung gegen ihn vor dem Volksgerichtshof sprechen. 

Das klassische Konzert wird zu Ehren und zum Gedenken an den Widerstandskämpfer Egbert Hayessen aufgeführt.
Der "Aufstand des Gewissens" und die Ermordung der Gruppe um Graf Stauffenberg durch die Nazis hat sich im Juli dieses Jahres zum 75. mal gejährt.
Die familiäre Bindung zwischen unserer Familie (Hayessen) und dem Rittergut Etzdorf, hat uns dazu bewogen, zusammen mit Ulrich von Wrochem dieses Konzert im "großen Saal" des Herrenhauses stattfinden zu lassen. Dank Herrn Dr. Vaupel wird es auch eine Ausstellung zu Egbert Hayessens Leben geben. Sein Buch ist im Anschluss erhältlich.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Einladung zum herunterladen


Eintritt: 9,00 EUR (Davon spenden wir jeweils 1 EUR an das den Verein Herzensangelegenheit e.V. aus Wansleben)

Mit freundlicher Unterstützung des Landkreis Saalekreis.

Egbert 

Hayessen

EGBERT HAYESSEN
28. Dezember 1913 - 15. August 1944
Egbert Hayessen schlägt nach dem Abitur in der Klosterschule Roßleben (Thüringen/Kyffhäuser Kreis) eine Laufbahn als Berufsoffizier ein. Im Sommer 1944 gehört er zum Stab beim Oberbefehlshaber des Ersatzheeres Generaloberst Friedrich Fromm und ist in derselben Abteilung wie die Mitverschwörer Robert Bernardis und Friedrich Klausing beschäftigt. Von Bernardis erfährt Hayessen am 15. Juli 1944 von dem geplanten Attentat auf Hitler und von der Bedeutung der „Walküre“-Befehle. Hayessen übernimmt die vorgesehenen Verbindungen zum Stadtkommandanten Paul von Hase und dem Polizeipräsidenten Wolf Heinrich Graf von Helldorf. Am Tag des Anschlags überbringt er von Hase die Nachricht von der Verhaftung des Generaloberst Fromm in der Bendlerstraße. In der Stadtkommandantur ist Hayessen dann an den Vorbereitungen zur Besetzung des Rundfunkgebäudes und zur Verhaftung des Reichspropagandaministers Goebbels beteiligt. Egbert Hayessen wird noch am 20. Juli 1944 verhaftet, am 15. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am selben Tage in Berlin-Plötzensee ermordet.

Quelle: Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Peter Hoffmann: Widerstand, Staatsstreich, Attentat. Der Kampf der Opposition gegen Hitler. München 1969, 1985 (Piper TB))

Bild rechts: Buch Cover, Egbert Hayessen. Quelle: Dr. Vaupel